Informationen zu Türen

Wärmedurchgang
Klimaklassen
Aluminiumzwischenlagen
Haustürdoppel - mehr als nur eine Aufdoppelung
Minergie Türen
Schalldämmung Luftschall
Brandschutztüren - erweiterte Bezeichnungen
Einbruchhemmende Türen
Strahlenschutztüren
Beschusshemmende Türen
Feuchtraumtüren
Nassraumtüren
Austauschbarkeit von Schlössern
Schlagregendichtheit
Luftdurchlässigkeit
Windlast-Widerstandsfähigkeit


Wärmedurchgang

Der Wärmedurchgangskoeffizient Ud beschreibt die Wärmedämmeigenschaften eines Bauteils. Früher als K-Wert bezeichnet. Je niedriger der Wert ist, desto höher ist das Dämmvermögen.

Der Ud Wert kann:
Berechnet werden nach EN ISO 10077-2
Im Heizkastenverfahren nach SN EN ISO 12567-2 gemessen werden

Gemäss SIA 38071 und MuKEn 2008 ( Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich ) dürfen Aussentürelemente folgende Anforderungswerte nicht unterschreiten ( Auszug aus ART 1.6 Abs. 2 MuKEn, Anhang 1a und 1b ):

Grenzwerte Uli mit oder ohne Wärmebrückennachweis bei Neubauten, Umbauten oder Umnutzungen
1,3 W/m2K Bauteil gegen Aussenklima oder weniger als 2m im Erdreich
1,6 W/m2K Bauteil gegen unbeheizte Räume oder weniger als 2m im Erdreich

Leistungserklärung
Seit dem 1.7.15 dürfen alle Aussentüren ohne Feuerschutz und/oder Rauchschutz nur noch mit einer Leistungserklärung in Verkehr gebracht werden, gemäss dem Bauproduktegesetzt BauPG und der Norm SN EN 14351-1+A1. Die Leistungswerte beziehen sich immer auf das komplette Element. Beispiele für aufgeführte Leistungen sind Schlagregendichtheit, Luftdichtheit, Schalldämmwert, Wärmedämmung etc.
Bezogen auf die effektive Fertigung des Elements gilt der Schreiner oder das Türenwerk als Leistungs- erbringer und Verantwortlicher für die Übereinstimmung des Bauprodukts mit der erklärten Leistung.                 Ausnahmen
Von diesem Grundsatz gibt es drei Ausnahmen, bei denen die Herstellerin auf die Erstellung einer Leistungserklärung verzichten kann. Mit Vermerk: "Einzelanfertigung ohne Leistungserklärung"
Ausnahme 1
Individuelle Sonderanfertigung auf einen besonderen Auftrag hin, im Rahmen einer Nicht-Serienfertigung und Einbau durch die Herstellerin selbst.
Ausnahme 2
Fertigung auf der Baustelle zum Zweck des Einbaus in das jeweilige Bauwerk.
Ausnahme 3
Das Bauprodukt wird auf traditionelle Weise oder in einer der Erhaltung des kulturellen Erbes ( Denkmal- und Kulturgüter ) angemessenen Weise in einem nicht-industriellen Verfahren gefertigt.


Klimaklassen

Bei Raumabschlüssen mit unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten darf sich die Türe nur entsprechend der Beanspruchungsgruppe verformen, ansonsten ist die gewünschte Dichtheit der Türe nicht gewährleistet.

Die Türe ist krumm! Es zieht! Die Türe klemmt! Man hört jedes Wort, trotz schallhemmender Türe!
Um solchen Beanstandungen zuvorzukommen, sollte die Beanspruchungsgruppe und das Prüfklima - also die Klimaklasse, festgelegt werden.

Beanspruchungsgruppe und zulässige Verformung

Beanspruchungsgruppe Einsatzort / Anforderung Maximale Verformung
Längs / Quer
0 innen / ohne keine Anforderung
1 innen / ohne 8mm / 4mm
2 innen ohne / aussen mit 4mm / 2mm
3 innen mit / aussen mit 2mm / 1mm

Prüfklima

Prüfklima Temperatur-
Differenz
Türblatt Seite A
Temp. Luft
Rel. Feuchte Türblatt Seite B
Temp. Luft
Rel. Feuchte
a 5°C 23°C 30% 18°C 50%
b 10°C 23°C 30% 13°C 65%
c 20°C 23°C 30% 3°C 85%
d 38°C 23°C 30% -15°C keine Anford.
e (mit d) 55°C 20-30°C keine Anford. 55-60°C keine Anford.

Die Klimaklasse ( KK ) setzt sich aus der Beanspruchungsgruppe ( = Zahl 0 - 3 ) und dem Prüfklima ( = Buchstabe a - e ) zusammen

Anwendungsbeispiele

Einsatzort Türblatt Klimaklasse Temp. Diff.:
innen / aussen
Rel. Feuchte
innen / aussen
Weinkeller / Zimmer Vollspan + Alu      2b 23°C / 13°C 30% / 50%
Keller unbeh. / Wohnen Vollspan + Alu      2b 23°C / 13°C 30% / 50%
Garage / Wohnen Vollspan + Alu      3c 23°C / 3°C 30% / 85%
Treppenh. beh./ Wohnen Vollspan + Alu      2b 23°C / 13°C 30% / 65%
Treppenh. unbeh./ Wohnen Isol + Alu      2c 23°C / 3°C 30% / 85%
Kellereingang Isol + Alu      2d 23°C / -15°C 30% / keine Anf.
Laubengangtüre Isol + Alu      3d 23°C / -15°C 30% / keine Anf.
Haustüre Isol + Alu      3d 23°C / -15°C 30% / keine Anf.
Haustüre mit Sonneneinstr. Isol + Alu      3de 23°C / -15°C + 55°C 30% / keine Anf.

Aluminiumzwischenlagen oder Decklagen bei Türen / Verformung von Türen ( Stehvermögen )

Während sich das Holztürblatt bei Wärmeeinwirkung zusammenzieht, dehnt sich Aluminium und versteift das Türblatt. Wann empfiehlt sich eine Aluzwischenlage oder Decklage?

Bei Beanspruchungsgruppe / Klimaklasse II
Wenn die Temperaturdifferenz beidseits des Türblattes 5° - 10° Grad beträgt.

Ohne Alueinlagen kann sich eine solche Türe ohne weiteres um 4 - 8 mm verformen.
Mit Alueinlagen wird sich die Verformung, je nach Türblatt, im Bereich von 1 - 4 mm bewegen.


Haustürdoppel - mehr als nur eine Aufdoppelung

Eine Aufdoppelung in wasserfest verleimtem Plattenmaterial ist sehr sinnvoll, dies aus verschiedenen Gründen.
Wichtig ist dabei, dass die Aufdoppelung schwimmend vorgehängt wird. Noch eine Stufe besser wird die Türe, wenn das Türdoppel mit einer 10 mm dicken Isolationslage dahinter versehen wird.

Sonneneinstrahlung:
Vor allem bei dunkleren Farbanstrichen wird die Türe einseitig stark aufgewärmt und verzieht sich mehr. Ein Türdoppel nimmt die Wärme auf, kann sich aber, da schwimmend montiert, vor dem Türblatt dehnen und wieder schwinden. Das Türblatt dahinter bleibt relativ stabil.

Wärmedämmung:
Beispiel 1:
Ein kompaktes Alupan-Türblatt, 46 mm dick, mit 1,9 W/m2 K und einem Türdoppel aus 16 mm Sperrholz, wird um ca. 0,29 W/m2 K auf einen K-Wert von 1,61 W/m2 Kelvin verbessert. Der Kondensationspunkt wird innerhalb der Türe nach weiter aussen verschoben.
K-Wert effektiv ermittelt, Wärmebrücken einbezogen.

Beispiel 2:
Ein kompaktes Alupan-Türblatt, 46 mm dick, mit 1,9 W/m2 K, einem Türdoppel aus 16 mm Sperrholz und 10 mm Isolationseinlage, wird um ca. 0,6 W/m2 K auf einen K-Wert von 1,3 W/m2 Kelvin verbessert. Der Kondensationspunkt wird innerhalb der Türe noch mehr nach aussen verschoben.
K-Wert effektiv ermittelt, Wärmebrücken einbezogen.

Bemerkung:
Diese Messungen beziehen sich auf ein spezifisches Produkt, das aus werbetechnischen Gründen nicht mit Türtyp erwähnt wird. Bauphysikalische Berechnungen liegen vor. Bei anderen Produkten können die effektiven Messungen abweichen.

Einbruchschutz:
Das Türdoppel wird idealerweise so aufgebracht, dass es mit dem Türrahmen bündig in einer Ebene liegt. Einbrecher haben bereits eine Erschwernis, da sie Werkzeuge nicht direkt im Rahmenfalz als Hebel ansetzen können. Bei Versuchen, Werkzeuge anzusetzen, wird zwar das Doppel beschädigt, jedoch die Türe dahinter bleibt weitgehend ohne Schäden.

Schalldämmung:
Durch das schwimmende Türdoppel bleibt das Türblatt dahinter relativ gerade.
Die Türdichtung kann überall gleichmässig andrücken, die Türe bleibt dicht und der Schalldämmwert wird beibehalten, respektive durch die Aufdoppelung noch leicht verbessert. Schalldämmverbesserung um ca. R'w 1 - 4 dB möglich, je nach Materialwahl und Ausführung.

Schlagregen:
Die eigentliche Türe bleibt, hinter dem Türdoppel, besser geschützt gegen Schlagregen. Das Wasser tropft weiter vorne, vor der Schwelle, ab.
Ein Wetterschenkelblech oder ein Wetterschenkel mit Blechabdeckung ist bei direkter Beregnung vorzusehen.
Leitsatz für Haustüren: Die Haustüre ist so gut wie das Vordach!

Optik / Heimatschutz:
Bei Brandschutztüren, Wohnungstüren, aber auch bei Haustüren ist oft die bestehende Optik der alten Türe gefragt. Nicht jede Brandschutztüre darf aufgedoppelt werden, und nicht jede Brandschutztüre darf gleich dick aufgedoppelt werden.


Minergie Türen

Für eine gut gedämmte und dichte Bauhülle bildet die Aussentüre ein wichtiges Element. Der durch Türen verursachte Energieverbrauch ist keineswegs vernachlässigbar. Entsprechend sorgfältig sollte die Auswahl erfolgen. Zur Zertifizierung einer Türe als MINERGIE®-Modul werden neben dem eigentlichen Türblatt die Türzarge, die Dichtungen und die Beschläge in die Bewertung einbezogen. Anforderungen gelten insbesondere für:

Wärmedämmung: U-Wert höchstens 1,2 W/m2K
Luftdurchlässigkeit: mindestens Klasse 3 nach SN EN 12207
Schlagregendichtigkeit: mindestens Klasse 3A nach SN EN 12208
Glas: 3-fach Isolierverglasung, Wert 0,7 W/m2K


Schalldämmung Luftschall

Türen haben einen Laborwert dB Rw.
Wert am Bau gemessen dB R'w.
Bei sorgfältiger und korrekter Ausführung und Montage vermindert sich der Türen dB-Wert am Bau gemesssen um ca. 3 dB.

Spektrum-Anpassungswert +C und +Ctr

Anpassung an das Hörempfinden: C Einzahlwert für hochfrequenten Lärm über die Luft.
Mit der Zusatzbezeichung zB. dB 42 +C werden hohe Töne, Eisenbahnlärm, Kinderstimmen etc. bei der Messung miteinbezogen und der Wert korrigiert. Korrigierter Messwert +C abzüglich zB. -1 dB.
Beispiel: Türblatt mit Rw 42 dB, abzüglich 1 dB Korrekturwert, abzüglich 4 dB am Bau = ca. 37 R'w am Bau gemessen.

Anpassung an das Hörempfinden: Ctr Einzahlwert für Verkehrslärmspektrum mit starkem Tieftonanteil und Anpassung an das menschliche Hörempfinden.
Mit der Zusatzbezeichung dB 42 +Ctr werden also tiefe Töne, LKW, Strassenverkehr, Fluglärm, Discolärm etc. bei der Messung miteinbezogen und der Wert korrigiert. Korrigierter Messwert ist meist höher, zwischen 2 - 6 dB. Gleiches Türblatt mit Laborwert Rw 42 dB = ca. 31 - 35 dB R'w, am Bau gemessen.

Anforderungen an Wohnungstüren nach SIA 181:

Es ist eine Tatsache, dass Wohnungstüren, die in gering lärmempfindliche Räume führen ( z.B. Korridor ) geringere Anforderungen erfüllen müssen als Türen, die direkt in einen Wohnraum führen.
Im Sinne einer Vereinfachung gilt für Türen und Verglasungen ein Anforderungswert von R'w +C =37dB oder besser.

Richtwerte Schalldämm-Masse für Türen R'w +C

Schlafzimmer / Schlafzimmer 35-37 dB
Korridor / Schlafzimmer 30-32 dB
Korridor / Wohnzimmer 30-32 dB
Korridor / Büro 30-32 dB
Korridor / Büro mit erhöhter Diskretion 35-37 dB
Büro / Büro 35-37 dB
Büro / Büro mit erhöhter Diskretion 37-40 dB
Korridor / Musikzimmer 35-37 dB
Arztpraxis / Wartezimmer 37-40 dB
Hotelzimmer / Hotelzimmer 40-43 dB
Korridor / Hotelzimmer 37-40 dB
Wohnungstüre / Treppenhaus 37 dB
 
Angrenzende Bauteile

Das bewertete Schalldämm-Mass, der an die Türkonstruktion anschliessenden Trennwand, muss mindestens um 10 dB höher sein als die Luftschalldämmung der eingebauten Türe.
 
Einige Wandwerte bei durchlaufender Betondecke:
 
Innenwand   Fläche inkl. Verputz in Kg/m2 Luftschalldämmung R'w+C
Backstein 12,5 cm 185 Kg 43 dB
Backstein 15 cm 210 Kg 45 dB
Backstein 17,5 cm 240 Kg 47 dB
Backstein 20 cm 270 Kg 48 dB
Backstein 25 cm 325 Kg 49 dB
Innenwand zweischal.   Fläche inkl. Verputz in Kg/m2 Luftschalldämmung R'w+C
Backstein 12,5 cm    
Faserdämmstoff 4,0 cm    
Backstein 15,0 cm 355 Kg 58 dB
Backstein 12,5 cm    
Faserdämmstoff 4,0 cm    
Backstein Calmo 15,0 cm 425 Kg 60 dB

Brandschutztüren - erweiterte Bezeichnungen

 
EIC 30 = Bewegliche, selbstschliessende Elemente, also mit Türschliesser ausgerüstete Türen
EIW 30 = Türen mit Strahlungsbegrenzung -> Röntgentüren
EIM 30 = Türen mit erhöhter mechanischer Beanspruchung = Einbruchschutztüren
EIS 30 = Türen mit Begrenzung / Einschränkung der Rauchdurchlässigkeit
EI30-C = Fluchttüre in Treppenhaus. Lichtmass bis an offenes Türblatt = mind. 900 mm und mit Türschliesser auszuführen

Einbruchhemmende Türen

nach SN EN 1627 / ENV 1627

Einen definierten Einbruchschutz bieten Türelemente, die nach SN EN 1627- 1630 geprüft und zertifiziert wurden.

Entsprechend der Risikoeinschätzung werden 6 Widerstandsklassen ( RC = resistance class ) unterschieden.
Das Angriffsszenario und die verwendeten Werkzeuge bestimmen die Widerstände von RC 1 bis RC 6.
Für private Risiken werden Türen ab RC 2 und für gewerbliche Risiken ab RC 3 empfohlen.

Nahezu gleichwertig sind Türen, die nach der bisherigen, bis September 2011 gültigen Vornorm, ENV 1627 geprüft wurden. Die Zuordnung der einzelnen Widerstandsklassen ist mit nachfolgender Tabelle annähernd möglich.

Einbruchhemmung aufsteigend:

Neue Bezeichnung
SN EN 1627
Alte Bezeichnung
ENV 1627
   
RC 1 WK 1
RC 2 WK 2
RC 3 WK 3
RC 4 WK 4
RC 5 WK 5
RC 6 WK 6

Werden Türelemente nach der Klassierung RC verlangt oder ausgeschrieben, ist der Nachweis über die Prüfungen sowie das Prüfzeugnis nach SN EN 1627 zu führen.

Der Nachweis für die geforderte Widerstandsklasse gem. SN EN 1627 wird durch ein Prüfzeugnis oder Gutachten eines akkreditierten und notifizierten Prüfinstituts dokumentiert.

Widerstandsklasse 1 / RC1, Definition
 

Bauteile der Widerstandsklasse RC1 nach DIN SN EN 1627 weisen einen Grundschutz gegen Aufbruch- versuche mit einfachen kleinen Werkzeugen und körperlicher Gewalt wie Gegenspringen, Schulterwurf, Hochsschieben, Herausreissen auf. ( Vorwiegend Vandalismus ).

Widerstandklasse 2 / RC2, Definition
Ergänzend zu Widerstandsklasse RC1

Bauteile der Widerstandsklasse RC2 nach DIN SN EN 1627 weisen einen Grundschutz gegen Aufbruch- versuche mit körperlicher Gewalt wie Gegenspringen, Schulterwurf, Hochsschieben, Herausreissen auf.

Zusätzlich versucht der Gelegenheitstäter, mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Bei Gitterelementen oder freiliegenden Bändern auch mit Hilfe kleiner Handsägen. Widerstandszeit 3 Minuten.

Widerstandsklasse 3 / RC3, Definition
Ergänzend zu Widerstandsklasse RC1 - RC2

Bauteile der Widerstandsklasse RC3 nach DIN SN EN 1627 weisen einen Grundschutz gegen Aufbruch- versuche mit körperlicher Gewalt wie Gegenspringen, Schulterwurf, Hochsschieben, Herausreissen auf.
Zusätzlich versucht der Gelegenheitstäter, mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Zudem versucht der Täter mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuss, einem kleinen Hammer, Splinttreiber und einem mechanischen Bohrer das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.

RC3: Bei der dynamischen Prüfung kommt bei RC3 anstelle eines Sandsackes ein Doppelreifen zum Einsatz. Er simuliert menschliche Attacken ohne Werkzeug ( Schulterstoss, Fusstritt etc. ) genauer und besser reproduzierbar. Bei der manuellen Prüfung wurde der Werkzeugeinsatz um eine kleine Handbohrmaschine erweitert. Die Schlosstypen müssen höhere Kräfte auf den Riegeln aushalten.
Widerstandszeit 5 Minuten.

Widerstandsklasse 4 / RC4, Definition
Ergänzend zu Widerstandsklasse RC1 - RC3

Bauteile der Widerstandsklasse RC4 nach DIN SN EN 1627 weisen einen Grundschutz gegen Aufbruch- versuche mit körperlicher Gewalt wie Gegenspringen, Schulterwurf, Hochsschieben, Herausreissen auf.
Zusätzlich versucht der erfahrene Einbrecher, mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Zudem versucht der Täter mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuss das verschlossene und verriegelte Bauteil zu öffnen. Zu den bereits aufgeführten Werkzeugen setzt der erfahrene Einbrecher Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge wie Axt, Stemmeisen, einen schweren Hammer, Meissel sowie eine Akku-Bohrmaschine ein.

RC4: Bei der dynamischen Prüfung kommt anstelle eines Sandsackes ein Doppelreifen zum Einsatz. Die Schlosstypen müssen höhere Kräfte auf den Riegeln aushalten. Widerstandszeit 10 Minuten.

Ab WK4 / RC4 ist der Einsatz alarmtechnischer Anlagen sinnvoll.

Widerstandsklasse 5 / RC5, Definition Ergänzend zu Widerstandsklasse RC1 - RC4

Bauteile der Widerstandsklasse RC5 nach DIN SN EN 1627 weisen einen Grundschutz gegen Aufbruch- versuche mit körperlicher Gewalt wie Gegenspringen, Schulterwurf, Hochsschieben, Herausreissen auf.
Zusätzlich versucht der sehr erfahrene Einbrecher mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Zudem versucht der Täter mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuss das verschlossene und verriegelte Bauteil zu öffnen.
Zu den bereits aufgeführten Werkzeugen setzt der sehr erfahrene Einbrecher Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge wie Axt, Stemmeisen, einen grossen Hammer, Meissel sowie eine Akku-Bohrmaschine ein. Hinzu kommen Elektrowerkzeuge wie z.B. Bohrmaschine, Stich- und Lochsäge und Winkelschleifer mit einer Scheibe von max. 125 mm zum Einsatz.

RC5: Bei der dynamischen Prüfung kommt anstelle eines Sandsackes ein Doppelreifen zum Einsatz. Die Schlosstypen müssen höhere Kräfte auf den Riegeln aushalten. Widerstandszeit 15 Minuten.

Widerstandsklasse 6 / RC6, Definition
Ergänzend zu Widerstandsklasse RC1 - RC5

Bauteile der Widerstandsklasse RC6 nach DIN SN EN 1627 weisen einen Grundschutz gegen Aufbruch- versuche mit körperlicher Gewalt wie Gegenspringen, Schulterwurf, Hochsschieben, Herausreissen auf.
Zusätzlich versucht der sehr erfahrene Einbrecher mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Zudem versucht der Täter mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuss das verschlossene und verriegelte Bauteil zu öffnen.
Zu den bereits aufgeführten Werkzeugen setzt der sehr erfahrene Einbrecher Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge wie Axt, Stemmeisen, einen grossen Hammer, Meissel sowie eine Akku-Bohrmaschine ein. Er nutzt leistungsstarke Elektrowerkzeuge wie z.B. Bohrmaschine, Stich- und Lochsäge und Winkelschleifer mit einer Scheibe von max. 230 mm zum Einsatz.

RC6: Bei der dynamischen Prüfung kommt anstelle eines Sandsackes ein Doppelreifen zum Einsatz. Die Schlosstypen müssen höhere Kräfte auf den Riegeln aushalten. Widerstandszeit 20 Minuten.


Strahlenschutztüren

Strahlenschutz-Türelemente bei medizinisch genutzten Räumen und Arbeitsbereichen ( Labors ).
Türen mit Bleieinlagen bis 2 mm oder einem äquivalenten Schwächungsgrad für den Schutz gegen ionisierende Strahlung.

Die Massnahmen sind abhängig von der Art der Strahlenquelle, der Intensität der Strahlenquelle und den räumlichen Gegebenheiten

Die Kombination von Strahlenschutz- und Brandabschnittstüren ist möglichst zu vermeiden.
Falls dies jedoch unumgänglich ist, kommen in der Regel Chromstahlkonstruktionen zur Anwendung ( N. B.: die Brandprüfung von Türen mit Bleieinlagen ist aufgrund der entstehenden sehr giftigen Gase aus Umweltschutzgründen problematisch ).

Die Abschirmstärken sind aus den vom BAG bewilligten objektspezifischen Plänen zu entnehmen. Die Dickenangaben beziehen sich auf Blei.

Der Einbau von Beobachtungsfenstern in die Türblätter ist grundsätzlich zulässig. Zu verwenden sind Strahlenschutzgläser mit den für das Türblatt geforderten Bleiäquivalentswerten.


Beschusshemmende Türen

In speziellen Arbeitsbereichen kann die Gefahr vor Feuerwaffen so gross sein, dass Türen kugelsicher sein müssen. Beschusshemmende Türen verhindern den Geschossdurchtritt von schweren Feuerwaffen.

Die neuen Beschussklassen

Seit Ende 1998 sind die neuen Beschussklassen gemäss Euro Norm EN 1522 / 1523 gültig.
In fast jedem europäischen Land gab es bisher eigene Beschussklassen und unterschiedliche Prüfbedingungen.
Die neue EURO Norm EN 1522 /1523 gilt jetzt europaweit und ersetzt alle in den Ländern bisher gültigen Beschussnormen. Die neue Euro Norm gilt für alle beschusshemmenden Türen, Fenster, Rollläden, Schiebemulden und alle anderen beschusshemmenden Materialien.
Die Euro Norm EN 1522 / 1523 beinhaltet auch, daß die in Konstruktionen eingebauten Verglasungen gemäß der entsprechenden Euro Norm EN 1063 geprüft sein müssen.
Die neue Euro Norm legt neben Waffe und Kaliber auch die Art und Weise fest, wie eine Beschussprüfung zu erfolgen hat.
Statt der bisherigen 5 Beschussklassen M1 bis M5 und Glas: C1 bis C5 gibt es jetzt 7 Beschussklassen FB1 bis FB7 und Glas: BR1 bis BR7.
Zusätzlich gibt es eine neue Klassifizierung für den Beschuss mit Flinten FSG und Glas SG2.
Bei allen Prüfungen wird darauf geachtet, ob bei dem Beschuss auf der Innenseite des Prüflings Material- oder Glassplitter abplatzen. Prüfrelevant sind auch Türoberflächen, Rahmen und jegliche Anschlüsse oder Übergänge.

Durchschusshemmung / Neue Euronorm EN 1522 / 1523

Klassifizierung und Anforderungen für die Prüfung mit Faustfeuerwaffen und Büchsen

Auszug aus DIN EN 1522 in Verbindung mit 1523 und 1063

Fenster / Türen /
Abschlüsse DIN V ENV 1522/1523
Glas
DIN EN 1063
Waffen / Kaliber Entfernung
FB 1
BR 1 Büchse 22 LR 10m +/- 0,5
FB 2 BR 2 9 mm Luger 5m +/- 0,5
FB 3 BR 3 357 Magnum 5m +/- 0,5
FB 4 BR 4 357 Magnum + 44 Rem. Magnum 5m +/- 0,5
FB 5 BR 5 Büchse 5,56x45 10m +/- 0,5
FB 6 BR 6 Büchse 5,56x45 + Büchse 7,62x51* 10m +/- 0,5
FB 7 BR 7 Büchse 7,62x51** 10m +/- 0,5
FSG SG 2 Flinte Kal. 12/70 10m +/- 0,5

* Weichkern ** Hartkern

Die Prüfergebnisse müssen den Zusatz enthalten: S = Splitterabgang NS = kein Splitterabgang

Anmerkung:
Um als FB 4 oder FB 6 klassifiziert zu werden, ist der Prüfkörper mit den beiden aufgeführten Kalibern zu prüfen.

 

Erweiterte Tabellenübersicht

Klasse

Art der Waffe

Kaliber

Art

Masse g

Prüfentfernung m

Geschoss-
geschwindig
keit

m/sec

FB 1

Büchse

22 LR

L / RN

2.6 +/- 0.1

10 +/- 0.5

360 +/- 10

FB 2

Faustfeuerwaffe

9 mm Luger

FJ(1) / RN / SC

8.0 +/- 0.1

5 +/- 0.5

400 +/- 10

FB 3

Faustfeuerwaffe

357 Magnum

FJ(1) / CB / SC

10.2 +/- 0.1

5 +/- 0.5

430 +/- 10

FB 4

Faustfeuerwaffe

357 Magnum
44 Rem. Magnum

FJ(1) / CB / SC
FJ(2) / FN / SC

10.2 +/- 0.1
15.6 +/- 0.1

5 +/- 0.5
5 +/- 0.5

430 +/- 10
440 +/- 10

FB 5

Büchse

5.56 x 45*

FJ(2) / PB / SCP1

4.0 +/- 0.1

10 +/- 0.5

950 +/- 10

FB 6

Büchse

5.56x45*
7.62x51*

FJ(2) / PB / SCP1
FJ(1) / PB / SC

4.0 +/- 0.1
9.5 +/- 0.1

10 +/- 0.5
10 +/- 0.5

950 +/- 10
830 +/- 10

FB 7

Büchse

7.62x51**

FJ(2) / PB / HC1

9.8 +/- 0.1

10 +/- 0.5

820 +/- 10

             
L Blei    
CB Kegelspitzkopf    
FJ Vollmantelgeschoss    
FN Flachkopfgeschoss    
HC1 Stahlhartkern, Masse ( 3,7 +/- 0,1 g ) Härte über 63 HRC
PB Spitzkopfgeschoss    
RN Rundkopfgeschoss    
SC Weichkern (Blei)    
SCP1 Weichkern (Blei) mit Stahlpenetrator  

FJ(1)

FJ(2)

Vollmantel, Stahl

Vollmantel, Kupfer

   
Beschusshemmende Türen ohne Prüfnachweis

Es gibt keine Vergleichstabellen oder Anlehnungspunkte an Türen mit Prüfnachweisen oder andere Angleichswerte. Je nach Typ Stahlblech, Türaufbau, Türoberflächen und Rahmenübergang können Prüfungen komplett abweichen. Zum Beispiel kann eine Kunststoffoberfläche auf den Beschuss schmierend wirken.


Feuchtraumtüren

Hohe Luftfeuchte / Spritzwasser
Eine Beanspruchung von Türen im Feuchtraumbereich liegt dann vor, wenn Türen kurzfristig einer Feucht- einwirkung auf der Oberfläche ausgesetzt sind. Die Feuchteinwirkung kann auf Grund hoher Luftfeuchte oder durch direktes Spritzwasser erfolgen.


Nassraumtüren

Lang anhaltende Nässeeinwirkung
Eine Beanspruchung von Türen im Nassraumbereich liegt dann vor, wenn Türen lang anhaltender Nässeeinwirkung und häufigem Spritzwasser ausgesetzt sind. Die Nasseinwirkung kann auch durch hohe Kondenswasserbildung erfolgen. Nassraumtüren werden in privaten wie öffentlichen Hallenbädern, als Duschzugangstüren für Nasszellenbereiche sowie in Räumen ohne ausreichende Fensterlüftung verwendet. Für einen optimalen Feuchtigkeitsschutz werden solche Türen meist mit Leichtmetall wie Aluminium oder mit Kunststoff ummantelt und abgedichtet. Wichtig sind dabei auch die Bohr- und Frässtellen im Bereich der Beschläge.


Austauschbarkeit von Schlössern in Brandschutztüren durch definierte Schlossfamilien

Ausgangslage
Nach einer bestandenen Brandschutzprüfung nach der Prüfnorm SN EN 1634-1 ( SIA 183.18 ) können bis heute Schlösser nicht offiziell innerhalb deren Schlossfamilien ausgetauscht werden.

In der EN Norm für Brandschutzschlösser ( SN EN 12209: 2003 / mechanisch betätigte Schlösser und Schliessbleche ) ist jedoch die Anforderung u.a. folgendermassen beschrieben:
"Schlösser, die für den Typ repräsentativ sind, müssen erfolgreich einer Feuerwiderstandsprüfung nach SN EN 1634-1 unterzogen worden sein." Mit 'für den Typ repräsentativ' ist die Schlossfamilie gemeint.

Ziel
Der Türenhersteller erhält bei einer bestandenen Brandschutzprüfung nach SN EN 1634-1 ( SIA 183.181 ) neu die Zulassung für eine definierte Schlossfamilie und nicht wie bisher nur für das geprüfte Schloss. Somit kann der Türenhersteller innerhalb einer Schlossfamilie die Schlösser in seinem geprüften Türenelement austauschen.

Ausserdem ist es für den Schlosshersteller einfacher, die Brandschutztauglichkeit seiner Schlösser nachzuweisen: Nach der Überprüfung im Prüfinstitut kann er bei neuen Ausführungen von Schlössern die Schlossfamilie ergänzen.

Vorgehen
Die Definierung und Überprüfung einer Schlossfamilie muss durch ein anerkanntes und unabhängiges Prüfinstitut erfolgen und durch eine gutachtliche Stellungnahme bestätigt werden. Diese Gutachten sind der VKF ( Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen ) sowie auf Verlangen auch den Brandschutzbehörden vom Schlosshersteller vorzulegen.

Der Nachweis für die Verwendbarkeit einer Schlossfamilie in einer Brandschutztüre ist erbracht, wenn die Brandprüfung nach SN EN 1634-1 ( SIA 183.181 ) mit dem Schloss in der brandprüftechnisch ungünstigsten Ausführungsvariante bestanden wurde. Das zu prüfende Schloss soll mit dem grössten Dornmass und dem grössten Stulp eingebaut werden.

Eine Übertragung der Prüfresultate auf andere Konstruktionen und Rahmenmaterialien ( Holz - Metall / Rohrrahmen ) ist nicht möglich.

Gemäss Brandschutzprüfnorm wird das Türenelement stets in unverriegeltem Zustand geprüft ( Schlossriegel eingezogen ). Somit ist die Schlossfalle das einzige Schlossbauteil, das die Türe geschlossen hält. Ausgenommen von dieser Regel sind Türenelemente mit selbstverriegelnden Schlössern, die bei jedem Schliessvorgang verriegelt werden.

Aktuelles auf der Homepage VST
Um die Nachvollziehbarkeit für die kantonalen und kommunalen Brandschutzbehörden zu gewährleisten, ist auf der Homepage des VST eine aktuelle Übersicht der Schlossfamilien-Gutachten vorhanden. Diese Gutachten können von den Zulassungsinhabern ausgedruckt und ihren Dokumentationen beigefügt werden.


Schlagregendichtheit

Klassifizierung nach SN EN 12208

An funktionsfähigem Türelement wird die Fugendurchlässigkeit geprüft.

Verfahren: Das Türelement wird vollflächig inklusive der Fugen mit einer definierten Wassermenge besprüht. Eine Klasse gilt als bestanden, wenn während der Prüfdauer kein Wassereintritt in den Innenraum zu beobachten ist. Die Prüfungen beginnen bei Gleichdruck innen und aussen mit der Besprühung und werden in 5-Minutenschritten und steigendem Druck fortgesetzt.

Beispiel: Ein Türelement aus Klasse 7A kann an allen Standorten bis zu Gebäudehöhen von 15m eingesetzt werden.

Klassifizierung

Prüfdruck Verfahren A Verfahren B Anforderungen
0 1A 1B  15 Min. Besprühung
50 2A 2B 20 Min. Besprühung
100 3A 3B 25 Min. Besprühung
150 4A 4B 30 Min. Besprühung
200 5A 5B 35 Min. Besprühung
250 6A 6B 40 Min. Besprühung
300 7A 7B 45 Min. Besprühung
450 8A 8B 50 Min. Besprühung
600 9A 9B 55 Min. Besprühung

Luftdurchlässigkeit

Klassifizierung nach SN EN 12207

An funktionsfähigem Türelement wird die Luftdurchlässigkeit geprüft.
Verfahren: Der Luftstrom, der bei geschlossenem Element durch die Fugen, auf Grund von Luftdruckdifferenzen, strömt wird gemessen und in eine Referenzluftdurchlässigkeit ( Q100 ) umgerechnet.
Die Referenzdurchlässigkeit bezieht sich entweder auf die Gesamtfläche des Elements oder auf die Fugenlänge der Tür.
Aufgrund der erzielten Werte wird das Türelement nach SN EN 12207 in die Klassen 0-4 eingestuft.

Klassifizierung

Klasse Referenzdurchlässigkeit
m3/hm2
flächenbezogen
bei 100 Pa
m3/hm2
längenbezogen
Maximaler
Prüfdruck in Pa
0 nicht geprüft nicht geprüft  
1 50 12.50 150
2 27 6.75 300
3 9 2.25 600
4 3 0.75 600

Windlast-Widerstandsfähigkeit

Klassifizierung nach SN EN 12210

An funktionsfähigem Türelement wird die Widerstandsfähigkeit gegen Windlast geprüft.
Diese Prüfung ist eine Kombination zwischen Funktions- und Sicherheitsprüfung, je nach Anforderung oder Einsatzbereich.

Bei Druck und Sog werden zunächst die Verformungen des Türblatts ermittelt und klassiert. Anschliessend werden in 50 Zyklen Druck und Sog aufgebracht. Das Element muss nach diesem Prüfzyklus weiter voll funktionsfähig bleiben. In einer weiteren, unmittelbar folgenden Prüfung wird das Türelement einem deutlich höheren Druck/Sog ausgesetzt. Diese Prüfung wird als Sicherheitsprüfung verstanden.
Das Element muss bei dieser Prüfung geschlossen bleiben. Sollte das Glas brechen, wäre eine einmalige Wiederholung de Prüfung zulässig.

Klassifizierung der Windlast

  Bestimmung
der Verformung
Zyklen-
prüfung
Sicherheits-
prüfung
Klasse P1 (1x +/-)
Pa
P2 (50x +/-)
Pa
P3 (1x +/-)
Pa
0 nicht geprüft    
1 400 200 600
2 800 400 1200
3 1200 600 1800
4 1600 800 2400
5 2000 1000 3000

Klassifizierung der relativen frontalen Durchbiegung

Klasse relative frontale Durchbiegung
A < 1/150    
B < 1/200    
C < 1/300    

Widerstandsfähigkeit bei Windlast / Verknüpfung von Windlast und Durchbiegung

Klasse für die relative frontale Durchbiegung
Windlast A B C
1 A1 B1 C1
2 A2 B2 C2
3 A3 B3 C3
4 A4 B4 C4
5 A5 B5 C5

Beispiel: Ein Türelement in Klasse C5 kann an allen Standorten bis zu Gebäudehöhen von 25m eingesetzt werden.